eiko_icon GEF2, Gasaustritt

Gefahrgut > sonstiger Gefahrgut-Einsatz
Hilfeleistungseinsatz
Einsatzort Details

Selsingen, Lavenstedter Weg
Datum 23.10.2017
Alarmierungszeit 16:15 Uhr
Alarmierungsart Melder & Sirene
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Selsingen
Polizei Selsingen
    Polizei Bremervörde
      Feuerwehr Zeven
        Rettungsdienst
          Organisatorischer Leiter (OrgL) Rettungsdienst
            Gefahrgutzug Lankreis Rotenburg (Wümme)
              Feuerwehr Rockstedt
                SEG Nord
                  Fahrzeugaufgebot   LF 10/6  ELW 1  TLF 3000
                  Hilfeleistungseinsatz

                  Einsatzbericht

                  Selsingen (dm). Am Montag den 23. Oktober kam es bei Arbeiten auf einem landwirtschaftlichen Hof im Lavenstedter Weg zu einem Unglück. Beim Gülle rühren wurden Gase freigesetzt. Der anwesende Pächter des Stalls, seine Frau und Mitarbeiter atmeten diese ein. Als ihnen schlecht wurde, setzten sie den Notruf ab. Um 16:15 Uhr wurden die Feuerwehren aus Selsingen und Zeven sowie der Gefahrgutzug des Landkreises Rotenburg (Wümme) mit dem Stichwort ,,GEF2 Gasaustritt´´ alarmiert. Hinzu kamen mehrere Rettungswagen, ein Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) und die Polizei aus Selsingen und Bremervörde. Die ersten Kräfte wurden bereits durch die verletzten Personen empfangen. Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Personen außerhalb des Gefahrenbereichs. Die Kameraden der Feuerwehren sperrten den Bereich ab und nahmen anschließend erste Messungen unter Atemschutz im Stall und umliegenden Bereich vor. Im Stall befanden sich noch zirka 30 Rinder. Ein paar hatten bereits enorme Mengen eingeatmet, so dass sie nicht mehr bei Bewusstsein waren. Es wurde festgestellt, dass beim Rühren der Gülle Ammoniak freigesetzt wurde. Mit Strahlrohren wurden die Gase niedergeschlagen und der Stall wurde mit mehreren Überdrucklüftern belüftet. Hierfür wurde die Ortsfeuerwehr Rockstedt nachalarmiert. Nach Freigabe des Gebäudes kümmerten sich Tierärzte um die restlichen Rinder und so konnte nach zirka drei Stunden die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Insgesamt wurden acht Personen, wovon zwei verletzt waren, in ein Krankenhaus mit Unterstützung der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Rettung Nord verbracht. Zwölf Rinder kamen ums Leben.
                   

                  sonstige Informationen

                  Einsatzbilder